Professur für „Autonome und eingebettete Systeme“
24.3.2026 | THD-Pressestelle
Zum Beginn des Sommersemesters 2026 kommt mit Dr. Mischa Möstl ein Experte für sichere eingebettete Rechnersysteme für Echtzeitaufgaben an die Technische Hochschule Deggendorf (THD). Der gebürtige Oberpfälzer wird künftig an der Fakultät Angewandte Informatik im Fachgebiet „Autonome und eingebettete Systeme“ lehren und forschen, um bei Echtzeitanwendungen neben technischem Fortschritt insbesondere auch die allgemeine Sicherheit – und damit ein besseres und gesünderes Leben für uns alle – voranzutreiben.
Eingebettete Systeme sind alltägliche Dinge, die Computer oder sogar ganze Computernetze sind, aber meist nicht als solche bezeichnet werden. Sie heißen beispielsweise Auto, Smartphone, Insulinpumpe oder Drohne. Mischa Möstl ist auf den Rechnerbau selbst spezialisiert und widmet sich in seiner Arbeit der idealen Verknüpfung solcher Systeme mit Software, die dann die eigentliche Anwendung darstellt.
Geboren in Neustadt an der Waldnaab fand Mischa Möstl bereits während des Bachelor- und Masterstudiums in Braunschweig über Hilfskrafttätigkeiten den Einstieg in die Forschung im Bereich der Eingebetteten Systeme. Anschließend verbrachte er unter anderem ein halbes Jahr in Japan am Forschungs- und Entwicklungscenter von Toyota. 2021 besiegelte er dann seine Promotion: Dafür beschäftigte er sich intensiv mit technischen Sicherheitsnachweisen für Timing-Verhalten von teils auch verteilten eingebetteten Systemen. Mit dem anschließenden Einstieg bei der Volkswagen AG betreute er das Technologiefeld Schwarmdaten, das in Fahrerassistenzsystemen eingesetzt wird, und brachte diese mit in Serie und auf die Straße. Nach diesen Stationen in der Automobilbranche verschlägt es Mischa Möstl nun für seine Professur nach Niederbayern.
Für die THD hat sich Dr. Möstl ganz bewusst entschieden. Einerseits kann er hier seinen beiden Passionen, der Lehre und der Forschung, gleichermaßen nachgehen. Andererseits möchte er zur Weiterentwicklung des lösungsorientierten und forschungsstarken Umfelds der THD beitragen. Die Faszination für sein Fachgebiet beschreibt Möstl ganz einfach: „Spannend – durch stetigen Fortschritt. Herausfordernd – durch stets neu aufkommende Komplexität aufgrund des Fortschritts. Und sinnstiftend – für zuverlässige Sicherheit.“
Vorlesungen, die um die Ecke denken, und Forschung, die die großen und kleinen Computer im Alltag sicherer macht
Seine mitunter größte Stärke, die den Studierenden an der THD künftig zugutekommen wird, sei seine Geduld beim Erklären. „Sie dürfen sich auf Lehre freuen, die dazu animiert, auch mal um die Ecke zu denken“, gibt Mischa Möstl Ausblicke auf seine zukünftigen Vorlesungen an der THD.
Weiter beschreibt sich der 40-Jährige als offen für Neues. Er sucht lieber nach echten Lösungen für Probleme, als sich nur mit der Symptombekämpfung auseinanderzusetzen. Ein besonderes Augenmerk von Möstls Forschungsarbeit liegt im Bereich von KI-Beschleunigerarchitekturen für den Einsatz in funktional sicheren Systemen. Das sind Bereiche, wie etwa die Luftfahrt, die aufgrund des stringenten Sicherheitsgedankens große Herausforderungen haben, KI-Technik in ihrer Domäne nutzbar zu machen. Besonders wichtig ist ihm dabei der Blick für Teamarbeit, die es brauche, um Gutes zu bewegen. Lösungen brauchen Zeit, um einen für alle machbaren Weg zu finden. Dazu gehört für ihn auch, neue Kontakte in die Region für Forschung und Entwicklung aufzubauen.
Bild (THD): Prof. Dr. Mischa Möstl lehrt und forscht an der Fakultät Angewandte Informatik zu autonomen und eingebetteten Systemen.