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Experte für Leistungs- und Umweltphysiologie kommt an die THD

Prof. Dr. Gunnar Treff für Angewandte Sportwissenschaften berufen

3.7.2026 | THD-Pressestelle

Prof. Dr. Gunnar Treff wird künftig den THD-Studierenden der Sportwissenschaften Leistungs- und Umweltphysiologie näherbringen.
Presseartikel

Bild (THD):

Der menschliche Körper reagiert empfindlich auf verschiedenste Reize, wie Training, Krankheit, Temperatur oder Höhe - teils akut, teils chronisch. Eins der jüngsten Alltagsbeispiele dafür ist die Hitzewelle, die Ende Juni ganz Europa in Schach gehalten hat. Was dabei im Körper passiert und was diese Vorgänge für Sport und Gesundheit bedeuten, das ist das Forschungsfeld von Prof. Dr. Gunnar Treff. Er wird ab dem Wintersemester an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) lehren und forschen. An der Fakultät Angewandte Naturwissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen ergänzt er das Team des Fachbereichs Sportwissenschaften.

Gunnar Treff beschäftigt sich intensiv mit den Effekten und Wechselwirkungen von Training oder Hitze auf den menschlichen Körper und seine Systeme. Neben klassischen Messverfahren nutzt er auch die Möglichkeiten digitaler Technologien und Hilfsmittel. Sogenannte Wearables – kleine, tragbare Geräte wie etwa Smartwatches – können verschiedene Gesundheitsdaten und Trainingsfaktoren präzise erfassen oder Fortschritte dokumentieren, um anschließend passgenaue, personalisierte Strategien für Leistung, Gesundheit und Rehabilitation zu entwickeln.

Seine Ziele fasst der Experte für Leistungs- und Umweltphysiologie präzise zusammen: „Ich setze mich ein für Wissenschaft, die im Labor beginnt und im Leben ankommt, und ich stehe für forschungsbasierte Lehre.“ Er nehme die Studierenden als künftige Praktiker und Wissenschaftlerinnen ernst und möchte ihnen wichtige Werkzeuge mitgeben: methodische Kompetenz, kritisches Denken, Literaturkenntnis. „Ich bin jederzeit ansprechbar. Aber ich habe auch den Ruf, fordernd zu sein.“

Von experimenteller Sportmedizin, olympischem Gold und seinem Vorhaben an der THD

Der gebürtige Hamburger promovierte in kardiovaskulärer Leistungsphysiologie im Hochleistungssport. Als Doktorand war er auch einige Zeit an der Universität Kopenhagen. Diese prägte ihn nachhaltig: „Das Niveau der Dozenten war ungemein hoch, echte Weltklasse. Alle waren zugängliche, freundliche Menschen. In der wissenschaftlichen Diskussion untereinander gaben sie aber keinen Millimeter aus Gefälligkeit nach. Es inspirierte mich zu erleben, wie hoch die Messlatte in der internationalen Forschung liegt, dass es um Argumente und klares Denken geht und dass diejenigen, die tatsächlich in der Champions League spielen, meist coole und entspannte Typen sind.“ Anschließend habilitierte Gunnar Treff an der Universität Ulm und trat nachfolgend eine außerordentliche Universitätsprofessur für Experimentelle Sportmedizin an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg an.

Ein Highlight aus seiner sportwissenschaftlichen Praxis: Er begleitete die deutschen Spitzenruderer über drei Olympiazyklen hinweg als Verantwortlicher für Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung. 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro durfte er sich als Teil des Nationalteams über Goldmedaillen bei den olympischen Spielen freuen. Darüber hinaus ist Gunnar Treff international gut vernetzt und engagiert sich bei diversen Organisationen in Deutschland, Österreich und auf europäischer Ebene – darunter die Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft, die Deutschsprachige Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften sowie der European Congress of Sports Science.

Sein nächstes Etappenziel: Mit der hochschuleigenen Hitzekammer, seiner Expertise in Umweltphysiologie und einem akademischen und wirtschaftlichen Netzwerk in einem naturwissenschaftlich starken Umfeld möchte er die THD als Standort für Hitze- und Umwelt-Sportphysiologie in Forschung und Lehre positionieren. Die Studierenden sind dabei für ihn die entscheidenden Multiplikatoren: Sie tragen diese Expertise in die Praxis – zu Patienten, Athleten und in die Rehabilitation.